Platzordnung des Tiroler Modellbauclubs (TMC)
für den Modellflugplatz Ranggen

 

 

1. Berechtigte:

(1) Die Mitglieder des TMC dürfen den Modellflugplatz bei Einhaltung dieser Platzordnung benützen. Voraussetzung dafür ist der aufrechte Bestand der über die Mitgliedschaft beim Österreichischen Aeroclub oder beim Österreichischen Modellflieger-Verband abgeschlossenen Haftpflichtversicherung.

(2) Gäste dürfen den Modellflugplatz mit Erlaubnis des Vorstandes tagweise benützen. Die Erlaubnis darf von jedem Mitglied des Vorstandes erteilt werden. Voraussetzung dafür ist der auf­rechte Bestand der über die Mitgliedschaft beim Österreichischen Aeroclub oder beim Österreichischen Modellflieger-Verband oder bei einer vergleichbaren Organisation in einem ande­ren Staat abgeschlossenen Haftpflichtversicherung.

 

2. Verhältnis zur Bevölkerung:

(1) Es ist selbstverständlich, dass sich alle Mitglieder des TMC um ein gutes Verhältnis zur Bevölkerung von Ranggen bemühen. Wir nehmen darauf in unserem gesamten Verhalten Rücksicht. Am Weg zum und vom Modellflugplatz achten wir besonders auf spielende Kinder im Bereich des Spielplatzes am Ortsrand bei der Weggabelung (Schritttempo!)

(2) Die den Modellflugplatz umgebenden Wiesen und Äcker betreten wir nur zum Zweck der Bergung von Modellen. Wir achten dabei darauf, möglichst keine Schäden zu ver­ursachen. Allfällige Schäden sind vom Verursacher zu ersetzen und dem Obmann zu melden.

 

3. Allgemeine Verhaltensregeln:

(1) Sauberkeit, Ordnung und sportliche Disziplin sind selbstverständliches Gebot.

(2) Das Steuern von Modellen in durch Alkohol beeinträchtigtem Zustand ist verboten.

(3) Das Wegwerfen von Abfällen, insbesondere von Zigarettenstummeln, und das Liegenlassen von Gegenständen am Modellflug­platz und auf den angrenzenden Wiesen und Äckern sind verboten. Anfallen­der Müll ist selbst zu entsorgen.

 

4. Erlaubte Flugzeugarten:

(1) Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren und Turbinenantrieben dürfen nicht betrieben werden. Von diesem Verbot ausgenommen sind:

a) die Schleppmaschinen des TMC und von Mitgliedern des TMC zum Zweck der Durchführung von Schleppflügen und im notwendigen Ausmaß auch von Testflü­gen;

b) die Hubschrauber von Mitgliedern des TMC, die ihre Mitgliedschaft vor dem 1. Jänner 2011 erworben haben.

(2) Weiters verboten ist der Betrieb von:

a) Immersionsflugmodellen, das sind Flugmodelle, die vom Piloten nicht auf Sicht, sondern nach den von einer Bordkamera auf eine Videobrille oder einen Bildschirm übertragenen Bildsignalen gesteuert werden;

b) Drohnen (Quadrokopter und ähnliche).

(3) Im Übrigen dürfen Flugmodelle im Rahmen der luftfahrtrechtlichen Vorschriften be­trieben werden.

 

5. Flugzeitbeschränkungen, Lärmvermeidung:

(1) An Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils in der Mittagszeit zwischen 12:00 und 13:00 ist der Betrieb von Flugmodellen mit Motorantrieben aller Art verboten. Dies gilt nicht jeweils an Samstagen zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März des Folgejahres.

(2) An Sonn- und Feiertagen und im Übrigen jeweils in der Mittagszeit zwischen 12:00 und 13:00 ist der Betrieb der unter Punkt 4.1 genannten Schleppmaschinen und Hubschrauber verboten.

(3) An Sonn- und Feiertagen, an denen in Ranggen kirchliche Prozessionen stattfinden, (jedenfalls Fronleichnamstag, Herz-Jesu-Sonntag, Mariä Himmelfahrtstag) ist bis 13:00 jeglicher Flugbetrieb verboten. Am Allerheiligentag (1. November) ist ganztägig jeglicher Flugbetrieb verboten.

(4) Nach Einbruch der Dunkelheit ist jeglicher Flugbetrieb verboten.

(5) An Sonn- und Feiertagen und im Übrigen in der Mittagszeit zwischen 12.00 und 13.00 ist besonders auf die Vermeidung störenden Lärms zu achten.

 

 

 

6. Flughöhe, Flugraum:

(1) Der Modellflugplatz liegt 8km westlich der Landeschwelle 08 des internationalen Verkehrsflughafens Innsbruck. Um die Sicherheit der Luftfahrt und anfliegende Verkehrsflüge nicht zu gefährden, sind Modellflüge nur bis maximal 100m über Grund zulässig. Bei Annäherung eines Luftfahrzeuges ist mit dem Modellflugzeug sofort deutlich unterhalb 100m über Grund zu sinken. Davon abweichend sind an zwei Tagen im Jahr, die in Absprache mit der Austro Control/Flughafen Innsbruck festgelegt werden, Modellflüge bis maximal 150 m über Grund und nur mit einem zusätzlichen Luftraumbeobachter zulässig.

(2) Das Pistenvorfeld im Südosten, der Container, der Tisch und parkende Fahrzeuge dürfen nur in ausreichender Sicherheitshöhe überflogen werden.

(3) Jener Bereich, der im Osten von der Geländekuppe nahe des westlichen Pistenendes (Feldweg), im Westen vom Siedlungsgebiet von Ranggen bzw. vom Kinderspielplatz am Ortsrand sowie im Norden und Süden jeweils vom Rand des Plateaus begrenzt wird, darf nur in ausreichender Sicherheitshöhe sowie von ab- und anfliegenden Flugmodellen unmittelbar nach dem Start bzw. vor der Landung überflogen werden. Dabei sind Ab- und Anflüge so kurz wie möglich zu halten. Kunstflug, 3-D-Flug, steile Abstiege, Speedflüge und dergleichen sind in diesem Bereich verboten.

(4) Die Siedlungsgebiete insbesondere von Ranggen und Itzlranggen sowie der Kinderspielplatz am Ortsrand von Ranggen dürfen nicht überflogen werden. Mit Schleppmaschinen und Hubschraubern darf auch der Nahebereich der Siedlungsgebiete nicht überflogen werden.

(5) Kunstflug und 3-D-Flug in Richtung des im Abs. 2 genannten Bereiches und über der Piste ist verboten. Generell verboten ist 3-D‑Flug mit Hubschraubern. Im Übrigen ist bei Kunstflug und 3-D-Flug im Nahebereich des im Abs. 2 genannten Bereiches besonders auf die Sicherheit von Personen und Sachen zu achten.

(6) Das tiefe Überfliegen der Piste ist nur zulässig, wenn dies ohne Gefährdung der Sicherheit von Personen und Sachen möglich ist. Befinden sich weitere Flugmodelle in der Luft, so ist der beabsichtigte Überflug rechtzeitig und laut anzusagen.

 

7. Flugbetrieb:

(1) Pilotinnen und Piloten haben den Flugbetrieb derart aufeinander abzustimmen, dass zum einen den Erfordernissen der Sicherheit entsprochen und zum anderen die gleichberechtigte Teilhabe aller am Fluggeschehen Interessierten gewährleistet wird.

(2) Die Pilotinnen und Piloten haben ihre Flugmodelle vom südlichen Pistenrand aus zu steuern. Schleppzüge dürfen auch von der Piste aus gesteuert werden. Auf den übrigen Flugbetrieb ist Rück­sicht zu nehmen.

(3) Hubschrauber dürfen nur einzeln betrieben werden; ihr Betrieb gleichzeitig mit anderen Flugmodellen ist verboten. Hubschrauber sind am nördlichen Pistenrand von dem hierfür gekennzeichneten Bereich aus zu starten und möglichst auch in diesem Bereich zu landen. Sie dürfen abweichend vom Abs. 1 auch von dort aus gesteuert werden.

(4) Im Übrigen dürfen sich auf der Startbahn nur Pilotinnen und Piloten und deren Hilfspersonen im unbedingt notwendigen Ausmaß aufhalten.

(5) Jede Pilotin bzw. jeder Pilot hat sich vor Start und Landung zu vergewissern, dass die Piste und die Ab- bzw. Anflugschneise frei sind. Erforderlichenfalls sind Start und Landung untereinander zu koordinieren. Erfordert es die Sicherheit des Flugbetriebes, so ist die beab­sichtige Landung rechtzeitig und laut anzusagen.

(6) Windenstarts und Starts mit Gummiseil sind nur entlang des nördlichen Pistenrandes zulässig. Mit Windenstart gestartete Modelle dürfen abweichend vom Abs. 1 auch vom Aufstellungsort der Winde aus gesteuert werden. Auf den übrigen Flugbetrieb ist Rücksicht zu nehmen.

(7) Landende Modelle haben Vorrang vor startenden Modellen. Von mehreren landenden Modellen hat jenes Vorrang, das dringlicher landen muss.

(8) Die Modelle sind außerhalb der Piste abzustellen.

 

8. Frequenzordnung:

Werden zwei oder mehrere Fernsteuerungen im 35 Mhz- oder 40 Mhz-Band betrieben, so ist vor der Inbetriebnahme der Fernsteuerungen eigenverantwortlich darauf zu achten, dass die verwendeten Frequenzen frei sind.

 

9. Benutzung der Außenladestation:

(1) Die Außenladestation am Container steht allen Mitgliedern und unter der Aufsicht von zu­mindest einem Mitglied auch Gästen zur Verfügung.

(2) Mitglieder, die die Außenladestation benutzen, haben diese vor dem Verlassen des Modell­flugplatzes ordnungsgemäß zu versperren. Von mehreren Mitgliedern trifft diese Pflicht je­nes Mitglied, das den Modellflugplatz zuletzt verlässt.

 

 

 

 

10. Zufahrt und Parken:

(1) Die Zufahrt zum und die Abfahrt vom Modellflugplatz hat ausschließlich über den am Ende des Asphaltweges abzweigenden Feldweg zu erfolgen. Vor dem Queren der Piste ist auf ab- und anfliegende Modelle besonders zu achten.

(2) Das Befahren des Feldweges und der Piste ist verboten, wenn die Bodenbeschaffenheit insbesondere im Frühjahr ein schadloses Befahren vorübergehend nicht zulässt.

(3) Das Parken ist ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Flächen östlich des Containers und westlich des Tisches erlaubt. Die Fahrzeuge sind so abzustellen, dass die Ab- und Anflugschneise in Richtung Osten bzw. Westen frei bleibt.

(4) Das Parken entlang der Zufahrt ist ausnahmslos verboten.

 

 

Für den Vorstand:
Der Obmann
(Dr. Armin Exner)